Kontakt:

Schlosshotel Ingelfingen
Schlossstraße 14
74653 Ingelfingen

Telefon: 07940 - 9165-0
Telefax: 07940 - 9165-50

info@schloss-hotel-ingelfingen.de

Ein sympathisches Hotel in einem über 900 Jahre alten Städtchen stellt seine
Geschichte vor.

Sie finden hier keine riesige Anlage, sondern ein Refugium abseits vom hektischen Alltag, mit freundlichen, schicken und hellen Zimmern in sanften Farben, mit Charme und persönlicher Gastlichkeit vor.

Wir sind leicht zu finden, im Herzen des Weinstädtchens Ingelfingen am ruhigen Schlosspark. Das Hotel selbst ist Teil des historisch Sehenswerten, 1701 in der heutigen Form errichteten Schlosses der Fürsten von Hohenlohe. Der Prinzessinnenbau, wie er liebevoll getauft wurde, war zu dieser Zeit der Wohnbereich der gräflichen Töchter.

Ingelfingen
Das erste Mal urkundlich erwähnt wurde Ingelfingen im Jahre 1080. 1323 verlieh König Ludwig dem Ort das Marktrecht. Zwischen 1701 und 1805 befand sich hier die Residenz des Grafen von Hohenlohe, der damals dem Ort durch die Ansiedlung von Handwerkern eine wirtschaftliche Blüte bescherte. Ab 1892 wurde durch die Gründung der Weingärtnergenossenschaft Ingelfingen, dem Vorläufer der heutigen Kochertalkellerei, der Weinbau gefördert. Im 19. Jahrhundert wurde bei der Suche nach Steinkohle Salzwasser mit großer Heilwirkung entdeckt, das jedoch nicht für Kurzwecke genützt wird.

Das Schloss und der zugehörige Prinzessinnenbau
Aus einem Amtssitz des hohenlohischen Amtmanns Beringer von Berlichingen wurde 1415, durch die Verlagerung des Absteigequartiers für die Herrschaft von der Burg Lichteneck nach unten in die Stadt, das Untere Schloss.

Zwischen 1625–1627 wurde das herrschaftliche Gebäude an der Stadtmauer wegen seines schlechten Zustandes abgerissen und ein neues Schloss errichtet. Das Bauwerk bestand aus zwei zusammengefügten Bauten (West- und Ostflügel). Beide Teile waren durch „…obeinander stehende Gänge…“ aus Holz verbunden. Im 17. Jahrhundert waren mehrfach Reparaturen notwendig.

1701 begann Graf Christian Kraft (1668–1743), der Stammvater des Hauses Hohenlohe-Ingelfingen, mit der Einrichtung seiner Residenz in Ingelfingen.
Ein Erbe von 10.000 Gulden ermöglichte eine großzügige Planung.

Seine Gattin, Marie Catharine Sophie, geb. Gräfin von Hohenlohe-Pfedelbach, gebar ihm 17 Kinder! Der Platz im Schloss selbst reichte der großen Familie nicht mehr aus. Die Gräfin ließ daher das Wohnhaus des Hofmetzgers Hans Lang, östlich des Schlosses kaufen und bis auf die Grundmauern abbrechen und wieder aufbauen. Über zwei Etagen waren der Neubau und das Residenzschloss direkt miteinander verbunden.

Hier, im Prinzessinnenbau, logierten dann die gräflichen Töchter, alle „von ansehnlicher Gestalt“.

Ab 1799 residierte Prinzessin Sophie Christiane Luise, die die Erziehung der Kinder ihres Bruders Fürst Friedrich Ludwig übernahm, im Prinzessinnenbau.
Nach dem Umzug des Hofes von Ingelfingen nach Breslau und der Verlegung seiner Regierung 1805 nach Öhringen wohnte nur noch Sophie Christiane Luise im Prinzessinnenbau. Nur bei besonderen Anlässen nutzte sie auch die anderen Räume des Schlosses. Nach dem Tod der Prinzessin 1831 wurde das Schloss Ingelfingen sehr selten von der Fürstenfamilie genutzt. Im Schloss blieben nur noch die Hausmeisterin mit einer Magd und der Schlosstorwart mit seiner Familie.

1842 weckte ein romantisches Liebes-Drama in der fürstlichen Familie von Hohenlohe-Öhringen das Schloss aus einem fast 40-jährigen Schlaf. Erbprinz Friedrich, der wegen seiner nicht standesgemäßen Liebesheirat enterbt worden war, sollte erst provisorisch im Prinzessinnenbau wohnen und dann, nach der Renovierung der Beletage, in den Ostflügel umziehen. Der Prinz versuchte sich dem Befehl seines Vaters Fürst August, nach Ingelfingen ziehen zu müssen, zu widersetzen, jedoch ohne Erfolg.

Im September 1843 zogen Prinz Friedrich und seine Gattin Mathilde Freifrau von Brauneck in ihr frisch renoviertes Liebesnest, den Prinzessinnenbau, ein. Die umfangreiche Renovierung des Ostflügels des Schlosses begann, wurde jedoch 1847 durch die Verlegung des Wohnsitzes des Prinzen nach Stuttgart beendet und die provisorische Hofhaltung aufgelöst.

In den folgenden Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts standen das Schloss und der Prinzessinnenbau leer. Nur eine Hausmeisterwohnung und die Torwartswohnung im Westflügel waren belebt.

1901 zog Bezirksnotar Langbein in den Prinzessinnenbau ein.
1919 war Notar Mössinger Mieter der herrschaftlichen Räume,
ab 1929 Bezirksnotar Plocher.
1952 erwarb die Stadt Ingelfingen unser Gebäude.
1954 eröffnete das Kurgasthaus Krone mit einer Bäder- und Massageabteilung im Erdgeschoss.
1957 wurde nochmals komplett umgebaut und das gesamte Haus in das Hotel Krone einbezogen.
1978 wurde der Prinzessinnenbau an Privat verkauft.
1990 erwarben die Kochertaler Unternehmer Müller, Berner und Sigloch
das Schlosshotel.
Seit 1992 ist Herr Fritz Müller alleiniger Eigentümer.

Quellen
Altbürgermeister Heinrich Ehrmann, Bürgermeister von 1948–1978
Literatur: Das Ingelfinger Schloss – einst Residenz heute Rathaus;
1. Auflage Dezember 1999

1. Auflage Dezember 1999Das Hotel
Geschichte
Ein sympathisches Hotel in einem über 900 Jahre alten Städtchen stellt seine
Geschichte vor.
Sie finden hier keine riesige Anlage, sondern ein Refugium abseits vom hektischen Alltag, mit freundlichen, schicken und hellen Zimmern in sanften Farben, mit Charme und persönlicher Gastlichkeit vor.
Wir sind leicht zu finden, im Herzen des Weinstädtchens Ingelfingen am ruhigen Schlosspark. Das Hotel selbst ist Teil des historisch Sehenswerten, 1701 in der heutigen Form errichteten Schlosses der Fürsten von Hohenlohe. Der Prinzessinnenbau, wie er liebevoll getauft wurde, war zu dieser Zeit der Wohnbereich der gräflichen Töchter.
Ingelfingen
Das erste Mal urkundlich erwähnt wurde Ingelfingen im Jahre 1080. 1323 verlieh König Ludwig dem Ort das Marktrecht. Zwischen 1701 und 1805 befand sich hier die Residenz des Grafen von Hohenlohe, der damals dem Ort durch die Ansiedlung von Handwerkern eine wirtschaftliche Blüte bescherte. Ab 1892 wurde durch die Gründung der Weingärtnergenossenschaft Ingelfingen, dem Vorläufer der heutigen Kochertalkellerei, der Weinbau gefördert. Im 19. Jahrhundert wurde bei der Suche nach Steinkohle Salzwasser mit großer Heilwirkung entdeckt, das jedoch nicht für Kurzwecke genützt wird.
Das Schloss und der zugehörige Prinzessinnenbau
Aus einem Amtssitz des hohenlohischen Amtmanns Beringer von Berlichingen wurde 1415, durch die Verlagerung des Absteigequartiers für die Herrschaft von der Burg Lichteneck nach unten in die Stadt, das Untere Schloss.
Zwischen 1625–1627 wurde das herrschaftliche Gebäude an der Stadtmauer wegen seines schlechten Zustandes abgerissen und ein neues Schloss errichtet. Das Bauwerk bestand aus zwei zusammengefügten Bauten (West- und Ostflügel). Beide Teile waren durch „…obeinander stehende Gänge…“ aus Holz verbunden. Im 17. Jahrhundert waren mehrfach Reparaturen notwendig.
1701 begann Graf Christian Kraft (1668–1743), der Stammvater des Hauses Hohenlohe-Ingelfingen, mit der Einrichtung seiner Residenz in Ingelfingen.
Ein Erbe von 10.000 Gulden ermöglichte eine großzügige Planung.
Seine Gattin, Marie Catharine Sophie, geb. Gräfin von Hohenlohe-Pfedelbach, gebar ihm 17 Kinder! Der Platz im Schloss selbst reichte der großen Familie nicht mehr aus. Die Gräfin ließ daher das Wohnhaus des Hofmetzgers Hans Lang, östlich des Schlosses kaufen und bis auf die Grundmauern abbrechen und wieder aufbauen. Über zwei Etagen waren der Neubau und das Residenzschloss direkt miteinander verbunden.
Hier, im Prinzessinnenbau, logierten dann die gräflichen Töchter, alle „von ansehnlicher Gestalt“.
Ab 1799 residierte Prinzessin Sophie Christiane Luise, die die Erziehung der Kinder ihres Bruders Fürst Friedrich Ludwig übernahm, im Prinzessinnenbau.
Nach dem Umzug des Hofes von Ingelfingen nach Breslau und der Verlegung seiner Regierung 1805 nach Öhringen wohnte nur noch Sophie Christiane Luise im Prinzessinnenbau. Nur bei besonderen Anlässen nutzte sie auch die anderen Räume des Schlosses. Nach dem Tod der Prinzessin 1831 wurde das Schloss Ingelfingen sehr selten von der Fürstenfamilie genutzt. Im Schloss blieben nur noch die Hausmeisterin mit einer Magd und der Schlosstorwart mit seiner Familie.
1842 weckte ein romantisches Liebes-Drama in der fürstlichen Familie von Hohenlohe-Öhringen das Schloss aus einem fast 40-jährigen Schlaf. Erbprinz Friedrich, der wegen seiner nicht standesgemäßen Liebesheirat enterbt worden war, sollte erst provisorisch im Prinzessinnenbau wohnen und dann, nach der Renovierung der Beletage, in den Ostflügel umziehen. Der Prinz versuchte sich dem Befehl seines Vaters Fürst August, nach Ingelfingen ziehen zu müssen, zu widersetzen, jedoch ohne Erfolg.
Im September 1843 zogen Prinz Friedrich und seine Gattin Mathilde Freifrau von Brauneck in ihr frisch renoviertes Liebesnest, den Prinzessinnenbau, ein. Die umfangreiche Renovierung des Ostflügels des Schlosses begann, wurde jedoch 1847 durch die Verlegung des Wohnsitzes des Prinzen nach Stuttgart beendet und die provisorische Hofhaltung aufgelöst.
In den folgenden Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts standen das Schloss und der Prinzessinnenbau leer. Nur eine Hausmeisterwohnung und die Torwartswohnung im Westflügel waren belebt.
1901 zog Bezirksnotar Langbein in den Prinzessinnenbau ein.
1919 war Notar Mössinger Mieter der herrschaftlichen Räume,
ab 1929 Bezirksnotar Plocher.
1952 erwarb die Stadt Ingelfingen unser Gebäude.
1954 eröffnete das Kurgasthaus Krone mit einer Bäder- und Massageabteilung im Erdgeschoss.
1957 wurde nochmals komplett umgebaut und das gesamte Haus in das Hotel Krone einbezogen.
1978 wurde der Prinzessinnenbau an Privat verkauft.
1990 erwarben die Kochertaler Unternehmer Müller, Berner und Sigloch
das Schlosshotel.
Seit 1992 ist Herr Fritz Müller alleiniger Eigentümer.
Quellen
Altbürgermeister Heinrich Ehrmann, Bürgermeister von 1948–1978
Literatur: Das Ingelfinger Schloss – einst Residenz heute Rathaus;
1. Auflage Dezember 1999